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Lichtpreis für Shopbeleuchtung ging an die Schweiz

22 Mai 2019

Lichtpreis für Geschäft/Retail ging an die Schweiz

Das bekannte Traditions-Delikatessenhaus Dallmayr an bester Lage in München wird seit Mitte 2017 umfassend saniert und modernisiert. ln einer ersten Umbauphase wurde die ehemalige Champagnerbar in einem Teil des Erdgeschosses in den ,Dallmayr Bar& Grill' umgewandelt, mit einem Angebot an edlen Weinen und Fischgerichten; gleichzeitig findet sich eine Fischtheke zum Take Away. ln der zweiten Bauphase wurde die Markthalle renoviert, weitere Verkaufsbereiche werden noch folgen. Die Herausforderung in der Lichtplanung bestand im sensiblen Umgang mit dem historischen Gebäude. Die Decken durften wenig bis gar nicht bearbeitet werden; es galt historische Strukturen zu betonen und dekorative Bestandsleuchten wiederzuverwenden. Gleichzeitig sollte die Atmosphäre des Verkaufslichts deutlich verbessert werden, da zuvor eine gleichmäßige Ausleuchtung aller Flächen ohne Kontraste vorherrschte. Als neue, den Ort identifizierende Lichtobjekte wurden abgependelte Profilstrukturen mit kleinem Querschnitt entwickelt, welche über den Verkaufstheken positioniert wurden und Miniatur-LED-Spots zur Ausrichtung auf die Ware enthalten. Diese strukturieren durch ihre Erscheinung wie auch ihre Lichtwirkung den Raum und ermöglichen dem Kunden eine intuitive Orientierung. Wo möglich, generieren schwenkbare Deckeneinbau-Downlights eine kontrastreiche Beleuchtung und brillantes Licht auf der Ware. Der Barbereich erhielt zusätzlich atmosphärisches Indirektlicht Die dekorativen Bestands-Deckenleuchten wurden sanft saniert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Sie verleihen der Bar wie auch der Markthalle den typischen Dallmayr- Charakter. Bei allen eingesetzten Leuchtmitteln handelt es sich um LED-Technologie der neuesten Generation; die Leuchten sind alle dimmbar und somit zu verschiedenen Lichtszenen kombinierbar.

Lichtplanung: Lichtkompetenz GmbH Eva Trösch Joerg Krewinkel Elisabeth Manescu Bauherr: Alois Dallmayr KG, München Architekt/Innenarchitekt: Schweitzer Project AG, IT-Naturns | Iumisol, München

 

Der Deutsche Lichtdesign-Preis 2019: 

Die Sieger

Am 16. Mai war es soweit: Endlich durften Branche und Wettbewerbsteilnehmer zur Gala in der Historischen Stadthalle Wuppertal erfahren, wer die Gewinner beim diesjährigen Deutschen Lichtdesign-Preis sind. Da in diesem Jahr auffällig viele Kirchen oder kirchliche Einrichtungen nominiert waren, leitete Dompropst Gerd Bachner aus Köln in den Abend ein.

Ausgezeichnet wurden elf Projekte in verschiedenen Kategorien. Johannes Dinnebier, einer der wesentlichen Pioniere der Lichtplanung in Deutschland, dessen Unternehmen heute in zweiter Generation fortgeführt wird, erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Und Lichtdesigner des Jahres wurde schließlich ein kleines, feines Büro aus Köln. Corinna Arens und Dorette Faulhaber konnten die unabhängige sechsköpfige Jury von der Preiswürdigkeit ihrer Schaffenskraft überzeugen.

Auch ein Nachwuchspreis wurde in diesem Jahr wieder vergeben. Er ging an Sarah Textor Lichtdesign aus Buchholz. Das junge Büro überzeugte mit dem Beleuchtungskonzept der Pallottiner- und Pfarrkirche Sankt Marien in Limburg.

Hoch war mit ca. 140 Projekten auch die Zahl der gesamten Einreichungen. 39 schafften es ins Finale. Beteiligt hatten sich Büros aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

lichtdesign-preis.de