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GABRIELE ALLENDORF – LIGHT IDENTITY

GABRIELE ALLENDORF – LIGHT IDENTITY

 

LICHT IST EIN LEBENSMITTEL

Jeden Tag schält die Sonne am frühen Morgen die Dinge aus der Dunkelheit. Die Lichtstrahlen schaffen Assoziationsräume, machen Eigenschaften sichtbar und klären Identitäten. Wir gehen ähnlich vor und entwickeln Tages- und Kunstlichtkonzepte immer als Teil eines komplexen Ganzen, das sich sehr unterschiedlich zusammensetzen kann. Wünschenswert ist es daher, möglichst frühzeitig in die Projektierung einbezogen zu werden, um alle Optionen des Zusammenspiels von Lichtwirkung, Raumgefühl und Material verwirklichen zu können.

Weil wir Licht ganzheitlich denken, versuchen wir stets das Besondere eines Ortes zu erfassen, egal ob Au.en- oder Innenraum, Landschaft oder Atrium. Und wir sind neugierig: Was hat der Ort für eine Geschichte? Wie ist die Umgebungsstruktur? Hat der Bauherr eine Philosophie? Was ist die Idee des Architekten? Erst dann machen wir uns an den Entwurf des spezifischen Lichtkonzepts für genau diesen Ort, mit seinem charakteristischen Profil. Unsere Lösungen entstehen im Dialog und in enger Zusammenarbeit mit Bauherren und Architekten. Dies garantiert Nachhaltigkeit, Terminsicherheit und Qualitätsmanagement in der Lichtgestaltung. Wir verbinden Erfahrung und Innovation mit visuellem Komfort und höchsten gestalterischen Ansprüchen, auch in der Entwicklung von Projektleuchten. Durch kluge Lichtplanung gewinnt ein Gebäude Inspiration, Spannung und als Leitgedanken einen roten Faden, der alles zusammenhält.

Wir entwerfen Visionen für Räume und Orte und kennen die Technik, um diese Visionen zu realisieren. In unseren individuell zugeschnittenen Kreativ-Workshops vermitteln wir spezifisches Wissen zum Phänomen Licht, seiner Wahrnehmung durch den Menschen und die Potenziale der Lichtplanung. Dabei nutzen wir alle Sinne, um Ihre Achtsamkeit neu zu wecken.

 

Projektbeispiele

BMW GROUP CLASSIC

Nach 100 Jahren erfolgreicher Unternehmensgeschichte kehrt BMW wieder an seinen Entstehungsort am Oberwiesenfeld in München zurück. Hinter den klassischen Torbauten an der Strassenfront blitzen die als moderner Kubus gehaltene Werkstatt und die historische Werkshalle hervor. Die markanten Merkmale der Torgebäude wie das Tor selbst, die vier Risalite der flankierenden Bauten mit den abschliessenden Schnecken und die Traufen des Gebäudes werden mit Licht besonders gezeichnet. Durch minimales Anschwellen des Lichtes zum Torbogen hin, werden die Besucher zum Eingang geführt. Das Café Mo 66 zur Rechten lädt zu einem Espresso unter einem Lüster ein, dessen Entstehung auf Beobachtungen im Windkanal zurückgeht: die Darstellung der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges durch die an ihm entlangfliessende Luft. Die Spiegelungen in den Fenstern wiederholen diesen Vorgang endlos. Auf der gegenüberliegenden Seite, in der Fahrzeugannahme, begleitet ebenfalls ein Lüster die Besucher.

Die nun folgende zweigeteilte gläserne Werkstatt ist durch einen seitlich offenen Bügel verbunden. Tiefstrahlende Downlights erhellen die Räume zum Rangieren und Staunen. Das spiegelnde Material der Decke nimmt Kontakt auf zur Umgebung: Je nach Blickwinkel sieht man historische Fassaden oder funkelnde Fahrzeuge.

 

 

REALSCHULE REBDORF

Die Geschichte Rebdorfs begann im 11. Jahrhundert als Augustinerstift. Nach der Säkularisierung war es kurzzeitig Arbeitshaus und Flüchtlingslager, bis die Herz-Jesu Kongregation eine Knabenrealschule einrichtete. Die Diözese Eichstätt restaurierte und ergänzte die historische Substanz, inklusive Erweiterung um eine Mädchenrealschule. Die Höfe wurden behutsam mit Licht ausgelotet. Der eng mit der Kirche verbundene Gabriel Gabrieli Hof ist theatralischer und verlangt mit seinen Arkaden und Säulen mehr Inszenierung als der Pausenhof, der für das neue transparente Mensa-Gebäude einen Lichtrahmen bildet. Der Bodenbelag, der wie ein Teppich Abstand zu den Fassaden hält, gibt die Kante für den Lichtsaum. Im Pausenhof wurde ein schlankes Gebäude errichtet, das Verwaltung, Lehrerzimmer, Mensa und Cafeteria beherbergt. Das neue Geb.ude beh.lt seine Transparenz: amorphe Lichtstrukturen sind in die Decke der Mensa eingebettet. Die geometrischen Formen der Lichtelemente im Erdgeschoss gliedern das Gebäude nach Themenfeldern. Über Zufahrten, Durchlässe und das Schaffen von grossflächigeren und intimeren Bereichen wird die Orientierung selbstverständlich. Eine angenehme Aufenthaltsqualität entsteht.

 

EUROPÄISCHES PATENTAMT

Die Form der Spirale bildet den architektonischen Mittelpunkt des Foyers als Metapher für die rasante Entwicklung der Technologien. Dynamische Lichtspuren im Deckenspiegel führen diese Bewegung fort und in den Raum hinein. Das Foyer flankierend, bilden sich die einzelnen Geschosse wie überdimensionierte Holzregale ab, deren Form durch Lichtvouten nachgezeichnet wird. Sie geben der Halle seitlichen Halt und transportieren Licht in die dahinterliegenden Besprechungsräume. Die formale Zurückhaltung wird bis in die Gastronomiebereiche weitergeführt und durch neue Lichtqualitäten bereichert: Lichtmöbel in der Lounge, die den Raum wie selbstverständlich unterteilen, runde Deckenausschnitte in der Cafeteria mit einer pointierten Lichtfuge über der Bar, elegante, abgependelte Leuchten im Casino. Die gestalterische Einheit und durchgängige Lichtqualität gewährleistet im gesamten Gebäude der stets gleiche rhythmisierte Deckenspiegel mit thematischer Gliederung durch unterschiedliche Leuchten.

 

KONTAKT

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